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UNENDLICHKEIT <> EWIGKEIT

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“Materie ist unendlich wandelbare Energie. In der Materie sehen wir die Unendlichkeit, und wir denken: “Wow, mehr als die Unendlichkeit kann es nicht geben.”. Aber aus mystischer Sicht erkennen wir, Unendlichkeit bedeutet Raum und Zeit – unendlicher Raum, unendliche Zeit – aber es sind Raum und Zeit… Aber es gibt auch eine Realität, die raumlos und zeitlos ist. Und das nennen wir nicht unendlich, das nennen wir ewig. Es gibt Unendlichkeit und Ewigkeit.” – Armin Risi

Nach langer, langer Zeit habe ich mir mal wieder dieses Video von Armin Risi angeschaut. So wie unser Blick im Laufe der Zeit weiter werden kann, ziehen wir beim Betrachten derselben Dinge wie Videos, Bücher oder Musik nach einiger Zeit ganz andere, neue Informationen heraus. Immer wieder interessant zu beobachten und ein klarer und großer Vorteil der Möglichkeit, solche Vorträge auf Video immer mal wieder anschauen zu können.

Auch schön erklärt:

POLARITÄT < > DUALITÄT


“Die Unendlichkeit, sprich Materie, ist definiert durch Polaritäten. … Dualität und Polarität müssen wir auseinander halten, sonst gibt’s Verwirrung und große Halbwahrheiten. … Beides ist Zweiheit. Polarität ist die Zweiheit von sich gegenseitig ergänzenden Polen. Nordpol – Südpol, männlich – weiblich, Tag – Nacht, Sonne – Mond, Einatmen – Ausatmen, rechte Hand – linke Hand – polare Schöpfung. Das wird dargestellt durchs Ying und Yang oder das gleichschenklige Kreuz. …

Nordpol ist gut – Südpol ist böse, Einatmen ist gut – Ausatmen ist böse, männlich ist gut – weiblich ist böse … es gab Religionen, die das glaubten. Aber wir spüren, das ist doch absurd, der Nordpol ist doch nicht gut und der Südpol ist doch nicht böse, das ist doch wertneutral. Natürlich, wir dürfen das hier nicht vermischen. Polarität bedeutet, sich gegenseitig ergänzend. Praktisch bedeutet das GLEICHGEWICHT. … Wenn der Mensch aus dem Gleichgewicht fällt, dann fällt er in die Dualität… in die EINSEITIGKEIT. Und diese Einseitigkeit zeigt sich in zwei Gesichtern, im ZUVIEL und im ZUWENIG. Wenn man irgendwo ins ZUVIEL fällt, hat man anderswo ein ZUWENIG. Zuviel Schokolade essen – man hat irgendwo etwas zu wenig, ein emotionales Manko. …

Was gehört zum Gleichgewicht unseres Daseins? … Man muss unterscheiden was wir zum Leben brauchen. Emotionen brauchen wir zum Beispiel zum Leben. Und wenn wir hier nicht in unserer Mitte sind, dann fallen wir in Einseitigkeiten, in Kompensationen und Projektionen. Schatten anschauen bedeutet, zu schauen, wo bin ich im Ungleichgewicht, wo verdränge ich, wo kompensiere ich.

Dualität ist gebrochene Polarität. Und da kommen Gut und Böse ins Spiel, Täter und Opfer, Übergriffe, Gerechtigkeit – Ungerechtigkeit. Und da müssen wir aufpassen, dass wir das nicht vermischen. … Wenn wir das falsch verstehen, Dualität und Polarität nicht auseinanderhalten, kommen wir in die Bereiche, die heute sehr einflussreich sind, sich aber in einem Extrem verrennen.

Das sind die sogenannten SCHEINERLEUCHTETEN (Illuminaten). Die sagen: “Gut und Böse gehören zusammen wie das Einatmen und das Ausatmen. Es wird gesagt, Gut und Böse gehören zusammen, sind nicht zu trennen. Wer das Gute tut fördert indirekt das Böse, und wer das Böse tut fördert indirekt das Gute, denn ohne Schatten gäbe es kein Licht, ohne Lüge gäbe es keine Wahrheit, ohne Teufel gäbe es keine Wahrheit, und deshalb brauchen wir das.” Aus der theistischen Mysterienschule ist das die Selbstrechtfertigung der diabolischen (trennenden) Kraft.

GUT < > BÖSE und WAHRHEIT < > LÜGE


Gut und Böse sind nicht gleichwertig verbunden. Das Gute, auch das materiell Gute, steht in Resonanz mit dem Göttlichen Willen – “Dein Wille geschehe.” – und das Böse ist die Verneinung des Guten. Krieg ist Abwesenheit von Frieden, aber Frieden ist nicht bloß Abwesenheit von Krieg. Lüge ist Abwesenheit von Wahrheit, aber Wahrheit ist mehr als Abwesenheit von Lüge, Wahrheit existiert aus sich selbst heraus und braucht keine Lüge. Wahrheit ist Wahrheit. Wir sagen: “Es gibt nur eine Wahrheit aber unendlich viele Lügen. Es gibt nur eine Gesundheit aber unendlich viele Krankheiten. Hass ist die Abwesenheit von Liebe, aber Liebe ist nicht einfach die Abwesenheit von Hass. Liebe ist aus sich selbst heraus eine Realität, aber das Böse ist nur die Verneinung davon.

Wie wir dies verstehen sagt nicht weniger aus, als wie wir das Absolute verstehen.

Wenn das Absolute nur eine abstrakte Einheit ist, dann gibt es keinen göttlichen Willen, kein göttliches Bewusstsein, sondern nur mechanische Gesetze. Und wenn alles nur Gesetzmäßigkeit ist, dann bedeutet das, was immer Dir zustößt, das hast Du Dir selbst in Dein Leben gerufen. Das Resonanzgesetz besteht, ja, aber es wirkt zusammen mit anderen Gesetzen. Was ist mit dem Gesetz des freien Willens, welches das höchste Gesetz ist? Das ist Illuminaten-Theosophie – die sagen, was immer den Menschen zustößt, haben sie sich selbst ins Leben gerufen. Also wenn wir hier einen Krieg anfangen, oder dort ein World Trade Center sprengen, oder eine Krankheit absetzen, dann erwischt es ja nur diejenigen, deren Karma es ist, dass sie erwischt werden, denn wäre es nicht ihr Karma, würden sie nicht erwischt werden, aber die Tatsache, dass sie erwischt werden, bedeutet, dass es ist ihr Karma. Das ist “hohe” Stufe von Erleuchtung. Wir lachen drüber, aber so wird gedacht, und die gehen bis ins Extrem und sagen, wir können 90% der Weltbevölkerung umbringen und sind frei von Karma, weil es ja nur die erwischt, deren Karma es ist. … Gut und Böse wären eigentlich gleich, die Bewertung geschehe nur subjektiv.  Klar wäre es für die, die es erwischt schlecht, aber für die Natur wäre es gut, wenn 6 Milliarden Fresser weg wären. … “Du kannst einen Menschen töten und frei von Karma bleiben. Die wirklich erleuchteten stehen da drüber”, so denken die. Die glauben, die Realität sind nur Gesetze und die Wahrheit wäre knallhart. Und die wenigsten Leute wären bereit für die Wahrheit, weil sie so knallhart ist, weil alle Illusionen weggehen, Liebe ist eine Illusion, es gibt nur Energie, und deswegen wäre Liebe nicht das Kriterium sondern nur eine Notwendigkeit, damit diese Wahrheit, die wir als exklusiver Club erkannt haben, durchgesetzt wird. Was dem dient ist richtig und wichtig und alles andere nicht…

Und das sind Halbwahrheiten. Es ist hohes Wissen aber völlig entgleist aufgrund eines Fehlers am Anfang der Rechnung. Und die glauben das und glauben sie tun etwas Gutes. Aber Kurt Tucholski sagte es schon: “Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse, das Gegenteil von Gut ist gut gemeint.”

Wir müssen verstehen was das Absolute ist, dass das Gute in Resonanz mit ihm steht und das Böse nur die Verneinung dessen ist. Wenn wir das nicht verstehen, kommen wir zu solchen verrückten Weltbildern und politischen Vorstellungen, die heute so weit verbreitet sind.” – Armin Risi

IST GOTT EINSAM? WARUM DAS SPIEL DES LEBENS?

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Lass uns einmal annehmen, dieses unfassbar weite und geordnete Universum, mit seinen Gesetzen, seinen für uns unzählbaren Galaxien, Sonnensystemen und Planeten, unserem Planeten, den unzähligen Arten des Lebens auf ihm, das perfekte und verlässliche Ineinandergreifen von allem was wir Menschen bezeugen können, mal angenommen all dies wäre nicht zufällig, ohne Plan und ohne Grund entstanden. Was wenn es eine Ursache für die Welt wie sie existiert und für die Prinzipien Erfahrung, Existenz und Bewusstsein gäbe?

Wenn es eine Ursache für all das gibt, was wir in uns und außerhalb unseres Körpers wahrnehmen, könnten wir dieser Ursache einen Namen geben, Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Selbst, Gott, was auch immer. Dieses Etwas wäre  allmächtig, absolut, nicht abhängig von irgend etwas aber unabhängig von allem, weil nichts außerhalb von ihm existiert.

Viele fragen sich, warum sollte ein allmächtiges, ewiges, absolutes Etwas, eine begrenzte Welt schaffen mit begrenzten Wesen und begrenzten Objekten? Warum würde ein solches Etwas sich in dieser unermesslichen aber vergänglichen Vielfalt und Schönheit ausdrücken? Ist nicht die Schöpfung eines jeden Wesens auch ein Spiegel seines Schöpfers? Wenn dieses Etwas unbegrenzt ist, hat es auch alle Qualitäten in sich, die sich in der Welt manifestieren, wie zum Beispiel Vergnügungsucht, lange Weile, Kreativität.

Heute Morgen dachte ich, wenn Gott das einzige ist, was tatsächlich – also unabhängig von Raum und Zeit – existiert, woran ich fest glaube, dann muss er/sie/es wohl auch ziemlich gelangweilt sein.

Stell Dir vor Du bist allmächtig und allein, es existiert nichts außer Du selbst, was tust Du? Vielleicht spielst Du ein Spiel, nennst es Existenz, kreierst Formen, Farben, Wesen, Evolution und erfährst dieses Spiel durch unzählige Leben und Sinnesorgane von unzähligen Menschen, Tieren, Pflanzen allein auf unserem kleinen Planeten. Und Du lässt Dich selbst vielleicht in Deinen zahllosen Formen zum Beispiel als Mensch vergessen, wer Du wirklich bist, vielleicht aus reiner langer Weile. Du pflanzt vielleicht eine Sehnsucht, ein Streben einen Drang nach Ewigkeit und Unvergänglichkeit in jedes Deiner Schöpfungen, Du gibst ihnen vielleicht einen Intellekt, um diesen Drang zu erforschen und die Ursache dafür im Verständnis darüber zu finden, das jede Deiner Schöpfungen im Kern (wie) Du ist, ewig und unbegrenzt. Wenn Du absolut bist, kannst Du Dir selbst nichts hinzufügen, nichts findet außerhalb von Dir statt. Nichts macht Dich mehr oder weniger, besser oder schlechter, es gibt nichts mit dem Du Dich vergleichen könntest, denn es gibt nur Dich. Du bist absolut, allumfassend, alles beinhaltend.

Gott muss ziemlich einsam sein. Vielleicht ist das eine Antwort auf die Frage, warum es das Spiel des Lebens gibt. Vielleicht ist es auch die Sehnsucht Gottes nach Vergänglichkeit. Er spielt Vergänglichkeit. Vielleicht hat Gott auch Freude daran, einfach in verschiedene Rollen zu schlüpfen, so geht es uns als seine kleinen Spiegel ja auch. Und da er ziemlich mächtig ist, MACHT er das vielleicht gleichzeitig durch alles was in der Welt existiert.

Was auch immer die Beweggründe sein mögen, warum es das Leben, die Welt und uns Menschen gibt, die Macht wäre  tatsächlich mit uns. Wir wären die Macht. Wenn wir an Gott denken, würden wir an uns selbst denken, das Selbst, unseren Vater, unsere Mutter aus denen wir hervorgegangen sind. Wir wären nicht zu trennen von Gott. Nichts was wir denken, sagen oder tun, würde außerhalb Gottes stattfinden, was uns als Menschen ausmacht wäre Gott, wir sind aus ihm und in ihm , und wir wären ziemlich einsam, wenn wir mal annehmen, dass das Leben wie wir es dank unseres Bewusstseins, unseres Lebensatems bezeugen können, nicht zufällig entstanden ist. Aber wir sind ja frei zu glauben was immer wir wollen, wir sind ja unbegrenzt.

GLÜCK IST…

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HEUTE IST MEIN 15.361. GEBURTSTAG!

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happy birthday15.361. Tage – So lange bin ich jetzt hier. Heute Morgen dämmert mir, dass jeder neue Tag, den wir erleben dürfen, ein Geburtstag ist. Das Leben und die Welt präsentieren sich jeden Tag neu, anders, frisch, aber für viele von uns ist ein Tag wie jeder andere.

Sollten wir nicht jeden Tag auch als Todestag feiern? Als Abschied von den Seilen der Erfahrungen jedes der vergangenen Tage unseres Lebens? Sie versuchen, in jeden neuen Tag hineinzuwirken (hineinzupfuschen) indem sie uns bewerten, mögen, nicht mögen und versuchen lassen, Vergangenes in Neuem zu bestätigen oder zu widerlegen.

Ich wünschte ich könnte jeden Tag wie ein Kind erleben, ohne Vergangenheit, ohne Bezugspunkt, ohne Vergleich. Wäre das nicht Freiheit? Freiheit von den Personen der vergangenen 15.360 Tage?

DER LICHTSCHALTER

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Buch ChinmayanandaIrgendetwas war nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Mich quälte ein Schmerz im Inneren meines Körpers. Auf der Suche nach Befreiung davon nahm ich das Buch “At every Breath a Teaching” zur Hand, blätterte und las wahllos darin herum, offen, eine Antwort auf eine spürbare Leere in mir zu finden. Ich las ein paar Anekdoten, die in zahllosen Varianten dokumentierten, wie suchende Devotees durch die Klarheit des Swamis Verständnis und Unterscheidungskraft gewannen.

Ich schlug das Buch wieder zu und betrachtete das Bild des lachenden Swami Chinmayananda auf dem Cover. Ich trat in einen inneren Dialog mit ihm. Wer führt mich eigentlich? Wo ist mein Meister? Welcher Meister kann mich leiten? Ich bin blind und ahnungslos. Ich blickte den Mann, den ich nie leibhaftig kennengelernt hatte, fragend und flehend an und spürte ein tiefes Vertrauen zu ihm. Seine Weisheit, die Fähigkeit, das Wissen um das Selbst, um Gott und die Formen Gottes in sich selbst anzuwenden, sprachen aus dem lachenden Bild von ihm.

Er fragte mich, wer fühlt den Schmerz? Wo liegt der Schmerz? Ich kannte die Antwort, in meiner Person. Und wer bin ich? Nicht die Person! Immer noch lachte mich der Swami an.

Plötzlich verstand ich, dass ich den Schmerz annehmen musste, akzeptieren musste, nicht als Teil von mir, sondern als Teil der begrenzten Erscheinung als Person. Augenblicklich war der Schmerz verflogen. Als hätte jemand das Licht eingeschaltet, und die trügerischen Schatten des Raumes waren verschwunden. Ich lächelte gerührt und dankbar zurück zu dem Meister, dessen Güte, Zuversicht und Weisheit sich selbst durch ein einfaches Foto transportiert hatten.

Es gibt weder Schmerz noch Leere noch Mangel in mir ohne auch Glück, Fülle und Überfluss. Alles ist in mir, auch wenn nicht alles gleichzeitig manifest und erfahrbar ist für meine Erscheinung als Mensch. Ich kann dankbar sein für jede Erscheinung deren Zeuge ich werde, selbst für den Schmerz oder das Gefühl des Mangels, denn sie sind es, die meine Erfahrung von Fülle und Glück erst ermöglichen.

Dank allen Meistern!

SPIEGEL KLEIDERSCHRANK

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Hemd
ZEIGE MIR DEINE KLAMOTTEN,
UND ICH SAGE DIR
WER DU GLAUBST ZU SEIN.

Beim Blick in meinen Kleiderschrank stelle ich fest, dass ich viel zu viele Klamotten habe. Es ist ein farblich formelles Durcheinander, das von einer gewissen Funktion abgesehen dafür herhalten muss, meiner Umwelt jeden Tag Aufschluss darüber zu geben, wer ich bin, wofür ich stehe und wie ich mich fühle.

 

KOMMUNIKATION UND IDENTIFIKATION

Kleidung ist ein Kommunikations- und ein Identifikationsmittel, ob ich mich täglich anders anziehe oder jeden Tag in den selben Klamotten rumlaufe, wie die Sadhus auf Indiens Straßen, die ihr Leben als Bettelmönche in ein oranges Tuch gehüllt führen. Ihr auffälliges Gewand sagt den Menschen schon von weitem, für welchen Lebensstil sie sich entschieden haben.

Wer mal in den Spiegel gucken will, tiefer als nur auf die Oberfläche seines Körpers, kann einmal genauer in seinen Kleiderschrank gucken und herausfinden, welche Personen sich da so aktuell verstecken und welche in den Tiefen des Schrankes verborgen sind. Vielleicht kann man auch entdecken, welche Person vor fünf oder zehn Jahren darin gewohnt haben und ob es noch dieselbe ist.

Der Kleiderschrank ist ein Spiegel unserer Selbstwahrnehmung. Unser jeweiliges Erscheinungsbild und damit der Inhalt unseres Kleiderschrankes passen sich im Laufe der Zeit den sich ändernden Meinungen und Überzeugungen unserer Person an.

Obwohl ich bei meinem letzten Umzug schon großzügig Teile meines Kleiderdepots ausgemistet, verschenkt und gespendet habe, füllen immer noch oder schon wieder zahllose Stücke die knapp 2 Kubikmeter meines Schrankes. Welche Personen gibt er im Moment her? Nach meinem dreimonatigen Ausflug nach Südindien bilden traditionelle, kunstvoll verzierte Stehkragenhemden in kurz und lang die hippe Cheerleadergang der Klamottenklasse, gefolgt von Funktionskleidung für Yogalehrer und –praktizierende in einschlägigen Farben, weiß und gelb. Nach Schwarz-Gothic-Düsterteilen muss ich schon tiefer graben, die Häute des Vertriebler-Medien-Fuzzis hängen seit einem Jahr unangetastet auf der Stange im Nebenschrank und warten auf Gelegenheit, wieder durch die Welt spazieren zu dürfen, genauso wie ein Trainingsanzug, der nur wenige Male das Innere eines Box-Centers gesehen hatte. Anscheinend gibt es einige Teile meiner Persönlichkeit, von der ich mich nicht oder noch nicht trennen möchte.

Aber es ist nicht nur das was sondern auch das wie viel, das etwas über die eigene Person aussagt. Ich finde Jacken über Jacken. Windjacken, Übergangsjacken, Ski-Jacken, Segel-Jacken, Lederjacken, unzählige Lederjacken, lange, kurze, schwarze, braune, blaue, grüne, Mäntel in allen erdenklichen Formen und Farben. Ich könnte damit eine ganze Fußballmannschaft über den Winter bringen. Getragen habe ich davon im letzten Winter genau eine. Dasselbe Spiel mit Hosen, Hemden und Pullovern, Socken und Unterwäsche. Und Schuhe, mein Schuhregal beherbergt alles, was man sich nur vorstellen kann. Gummistiefel, Bergsteigerschuhe, Wanderschuhe in hoch, Wanderschuhe in tief, Stiefel, Stiefeletten jeweils in grob und in elegant, Badelatschen, Sneaker in hoch und tief in orange, blau, grün, gelb, bunt, rot mit drei Streifen, mit Katzen drauf oder geschwungenem Bogen, die Lack- und Schnöselschuhe nicht zu vergessen, die zur Sicherheit aufgedruckt haben, was sie ausdrücken sollen.

SICHERHEITSSTREBEN

Hier offenbart sich ein weiterer Aspekt, der bei der Bestückung unseres Kleiderschrankes mitspielt. Der Drang danach, sich abzusichern, gewappnet zu sein, für jede mögliche Wendung im Außen aber auch im Inneren, die da kommen möge. Aber wie groß können die Wendungen schon sein, die uns heimsuchen und überraschen könnten, und in welcher Schlagzahl erscheinen sie? Ist es zu erwarten, dass ab morgen alle Geschäfte schließen werden und eine mehrjährige Eiszeit ausbrechen wird? Gut vorbereitet darauf wäre ich jedenfalls.

So stehe ich nun heute Morgen vor dieser bunten Ansammlung von Identitäten, Informationsschildern und Sicherungsmaßnahmen und habe den unbändigen Drang, auszumisten. Was sagt mir das wohl über meine Selbstwahrnehmung?

NEUES ICH

So bereitwillig wie wir uns von alten Klamotten trennen, geben wir nach und nach auch die Personen auf, die wir einst glaubten zu sein. Von Zeit zu Zeit lieben wir es, uns neu zu erfinden. Wenn das so ist, warum kämpfen wir dann in der Gegenwart so erbittert darum, unsere aktuelle Person gegen alles was von ihr abweicht zu verteidigen und zu behaupten, kämpfen um ihr Recht? Warum fällt es uns so schwer, unsere Person als das anzunehmen was sie ist. Ein zeitlich begrenztes Sammelsurium aus Erfahrungen, sich ändernden Vorlieben, Abneigungen und Meinungen und Überzeugungen. Was interessiert mich mein Gequatsche von gestern? Genau! Was interessiert mich mein Gequatsche von heute!? Das fragt kaum jemand.

Jede Überlegung führt mich unausweichlich zur Frage, wer bin ich wirklich, wenn nicht die verschiedenen sich ändernden Personen, die durch mein Leben und meinen Kleiderschrank ziehen? Können wir unser eigentliches Selbst neu erfinden oder ist es nicht einfach da, immer gleich, egal welches Kleidungsstück unseren Körper ziert?

Es ist gut und richtig. Wir identifizieren über die Kleidung Menschen, die zu unserem gegenwärtigen Bewusstseinszustand passen. Nichts ist anstrengender, als von Menschen umgeben zu sein, die einen gänzlich anderen Film fahren. Aber nichts kann einem mehr Inspiration bringen. Einen schönen Tag und viel Freude beim Betrachten Deines Kleiderschrankinhaltes.

“WER BIST DU?” – ENTWURF FÜR TRAILER

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Ich spiele mit dem Gedanken, demnächst meine Domains meinyogalehrer.de, vedanti.de und ANANTA.YOGA umzustrukturieren. Meinyogalehrer.de wird zur Informationsplattform für Events, Kurse, Workshops etc. umfunktionalisiert, vedanti.de wird mein persönlicher spiritueller Blog, und ANANTA.YOGA zu einer spirituellen Medienbibliothek auf der ich Mitschnitte von Seminaren, Workshops, Interviews, Reisebreichte etc. teile. Mein Freund Christian hat mir netter Weise mal einen Trailertext für ANANTA.YOGA eingesprochen, ich bin wirklich begeistert!  Hier gibt’s mehr zu Christian. Musik und Text sind von mir.

NEUES MANTRA – GAYATRI MANTRA

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Na, erkennst Du, welche Serie ich zuletzt geschaut habe? 🙂

SONNE – MOND – MENSCH

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Sun and the MoonNachts erhellt das Licht des Mondes die Erde. Es hat allerdings nur den Anschein, als käme das Licht vom Mond.

Wenn das Licht, das die Fähigkeit hat, die Dinge sichtbar zu machen,  zwischen Erde und Mond sich umschauen würde, könnte es sagen, ich komme vom Mond. Ich muss der Mond sein, der Mond ist mein Ursprung. Ich, der Mond, erleuchte die Welt. Wenn der Mond zerstört wird, höre ich auf zu existieren.

In Wahrheit ist der Mond aber nur ein Spiegel, der das Licht der Sonne reflektiert. Das Licht sieht seinen wahren Ursprung, die Sonne, nicht, wohl aber den Spiegel, den Mond, und die Objekte auf der Welt, die es erhellt.

Genauso ist es mit dem menschlichen Bewusstsein. Es ist gespiegeltes oder reflektiertes Bewusstsein, wie gespiegeltes, reflektiertes Licht.

Der Spiegel ist nicht wie beim Mond aus Stein, sondern es ist unser Geist, es sind die Instrumente unserer Psyche, umgeben von Energie, Fleisch und Blut. Der Punkt bis zu dem wir unser Bewusstsein zurückverfolgen können ist unser Geist. Wir lokalisieren ihn innerhalb unseres Körpers. Daraus schließen wir, wir sind der Geist, oder gar, wir sind der Körper. Wir glauben wir sind was wir denken, fühlen und darstellen.

Das ist ein dramatischer Trugschluss. Das Gestein des Mondes ist  lediglich ein Vehikel für das Licht, die Welt nachts auch auf seiner dem Licht abgewandten Seite zu erhellen, nicht mehr und nicht weniger. Wenn der Mond aufhörte zu existieren, würde die Erde nachts zwar dunkel bleiben, aber das Sonnenlicht wäre immer noch existent und würde sich nach wie vor in den unzähligen jeweils manifesten Objekten der Welt spiegeln.

Unsere grob- und feinstofflichen Körper (Körper und Geist) sind ebenfalls Vehikel für ein und dasselbe Bewusstsein, die Welt wahrnehmen zu können und in ihr agieren zu können. Wenn ein Körper aufhört zu existieren, erfahren wir die Welt zwar nicht mehr durch dessen körpereigenen Sinnesorgane, aber wir hören nicht auf zu existieren. Wir existieren weiterhin als unendliches, ewiges Bewusstsein, gespiegelt in jedem Wesen der Welt.

Wir sind wie das Licht von der Existenz des Mondes als Bewusstsein von der Existenz einer individuellen Person, von der Zeit, von Leben und Tod unabhängig. Unser Bewusstsein bedient sich zahlloser menschlicher, tierischer und pflanzlicher Körper, um am Spiel des Lebens teilhaben zu können. Deshalb kann man sagen, alle Wesen, ob Pflanzen, Tiere oder Menschen, sind Geschwister.

Wenn wir es lernen, unsere menschliche Identität als das zu sehen was sie ist, nämlich  eine sekundäre, temporäre Identität, dann sind wir als Menschen der Selbstverwirklichung schon recht nah und dem Verständnis darüber, dass wir tatsächlich alle Eins sind, dass, wenn wir jemand anderes verletzen, wir uns nur selbst verletzen, dass was wir in anderen sehen, wir selbst sind.

Lächeln wir uns doch öfter mal selbst zu, im Spiegel unserer Person oder auf der Straße den anderen. Kümmern  wir um uns und das Geschenk der Welt und des Lebens. Es ist tatsächlich unsere Welt, und als Menschen haben wir die Wahlfreiheit und die Verantwortung, welche Impulse wir in sie hineingeben wollen.

Alles in der Welt, jedes noch so kleine Ding besteht aus Materie, die nach einem bestimmten Bauplan zusammengesetzt ist und eine bestimmte Funktion im Gefüge aller Objekte der Welt ausfüllt. Man kann also sagen, jedes Ding im Universum ist aus Wissen plus Materie gemacht. Wissen ist untrennbar von Bewusstsein. Ohne Bewusstsein kann es kein Wissen geben. Deshalb kann man schlussfolgern, dass der Ursprung all dessen, was wir im Universum wahrnehmen können und auch alles andere, reines Bewusstsein ist, das wie ein Samenkorn, alle erdenklichen Baupläne des Lebens in sich trägt. Diese Baupläne können sich manifestieren und wieder auflösen. So wie es alle Dinge in der Welt tun. Sie werden geschaffen, existieren, und vergehen. Und auch das Wissen um die Interaktion all dieser Objekte zu dem fantastischen Schauspiel, dass wir jeden Tag neu bezeugen können, wenn die Sonne aufgeht und ein neuer Tag beginnt. Ohne Bewusstsein, würde die Welt nicht existieren. Nichts und niemand würde seine Existenz bezeugen. Existenz ist mit Bewusstsein und Wissen untrennbar verbunden. Alles was wir mit Sicherheit von uns als individuelle Wesen sagen können ist, dass wir existieren und dass wir wissen. Wir sind uns dessen bewusst.

Wenn das Bewusstsein sich der Körper bedient und ein individuelles, gespiegeltes Bewusstsein erzeugt, wird dieses Bewusstsein zum Licht, das die Welt erleuchtet. Das Licht erleuchtet die Welt, nicht der Mond. Das Bewusstsein erleuchtet die Welt, nicht der menschliche Körper.  

Die Nacht steht für Unkenntnis. Unkenntnis darüber, das das Licht/Bewusstsein und alle Formen die es in der Welt reflektieren seinen Ursprung und ihre tatsächliche Identität in eben diesem Licht/Bewusstsein haben und untrennbar mit ihm verbunden sind.