Materie

UNENDLICHKEIT <> EWIGKEIT

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“Materie ist unendlich wandelbare Energie. In der Materie sehen wir die Unendlichkeit, und wir denken: “Wow, mehr als die Unendlichkeit kann es nicht geben.”. Aber aus mystischer Sicht erkennen wir, Unendlichkeit bedeutet Raum und Zeit – unendlicher Raum, unendliche Zeit – aber es sind Raum und Zeit… Aber es gibt auch eine Realität, die raumlos und zeitlos ist. Und das nennen wir nicht unendlich, das nennen wir ewig. Es gibt Unendlichkeit und Ewigkeit.” – Armin Risi

Nach langer, langer Zeit habe ich mir mal wieder dieses Video von Armin Risi angeschaut. So wie unser Blick im Laufe der Zeit weiter werden kann, ziehen wir beim Betrachten derselben Dinge wie Videos, Bücher oder Musik nach einiger Zeit ganz andere, neue Informationen heraus. Immer wieder interessant zu beobachten und ein klarer und großer Vorteil der Möglichkeit, solche Vorträge auf Video immer mal wieder anschauen zu können.

Auch schön erklärt:

POLARITÄT < > DUALITÄT


“Die Unendlichkeit, sprich Materie, ist definiert durch Polaritäten. … Dualität und Polarität müssen wir auseinander halten, sonst gibt’s Verwirrung und große Halbwahrheiten. … Beides ist Zweiheit. Polarität ist die Zweiheit von sich gegenseitig ergänzenden Polen. Nordpol – Südpol, männlich – weiblich, Tag – Nacht, Sonne – Mond, Einatmen – Ausatmen, rechte Hand – linke Hand – polare Schöpfung. Das wird dargestellt durchs Ying und Yang oder das gleichschenklige Kreuz. …

Nordpol ist gut – Südpol ist böse, Einatmen ist gut – Ausatmen ist böse, männlich ist gut – weiblich ist böse … es gab Religionen, die das glaubten. Aber wir spüren, das ist doch absurd, der Nordpol ist doch nicht gut und der Südpol ist doch nicht böse, das ist doch wertneutral. Natürlich, wir dürfen das hier nicht vermischen. Polarität bedeutet, sich gegenseitig ergänzend. Praktisch bedeutet das GLEICHGEWICHT. … Wenn der Mensch aus dem Gleichgewicht fällt, dann fällt er in die Dualität… in die EINSEITIGKEIT. Und diese Einseitigkeit zeigt sich in zwei Gesichtern, im ZUVIEL und im ZUWENIG. Wenn man irgendwo ins ZUVIEL fällt, hat man anderswo ein ZUWENIG. Zuviel Schokolade essen – man hat irgendwo etwas zu wenig, ein emotionales Manko. …

Was gehört zum Gleichgewicht unseres Daseins? … Man muss unterscheiden was wir zum Leben brauchen. Emotionen brauchen wir zum Beispiel zum Leben. Und wenn wir hier nicht in unserer Mitte sind, dann fallen wir in Einseitigkeiten, in Kompensationen und Projektionen. Schatten anschauen bedeutet, zu schauen, wo bin ich im Ungleichgewicht, wo verdränge ich, wo kompensiere ich.

Dualität ist gebrochene Polarität. Und da kommen Gut und Böse ins Spiel, Täter und Opfer, Übergriffe, Gerechtigkeit – Ungerechtigkeit. Und da müssen wir aufpassen, dass wir das nicht vermischen. … Wenn wir das falsch verstehen, Dualität und Polarität nicht auseinanderhalten, kommen wir in die Bereiche, die heute sehr einflussreich sind, sich aber in einem Extrem verrennen.

Das sind die sogenannten SCHEINERLEUCHTETEN (Illuminaten). Die sagen: “Gut und Böse gehören zusammen wie das Einatmen und das Ausatmen. Es wird gesagt, Gut und Böse gehören zusammen, sind nicht zu trennen. Wer das Gute tut fördert indirekt das Böse, und wer das Böse tut fördert indirekt das Gute, denn ohne Schatten gäbe es kein Licht, ohne Lüge gäbe es keine Wahrheit, ohne Teufel gäbe es keine Wahrheit, und deshalb brauchen wir das.” Aus der theistischen Mysterienschule ist das die Selbstrechtfertigung der diabolischen (trennenden) Kraft.

GUT < > BÖSE und WAHRHEIT < > LÜGE


Gut und Böse sind nicht gleichwertig verbunden. Das Gute, auch das materiell Gute, steht in Resonanz mit dem Göttlichen Willen – “Dein Wille geschehe.” – und das Böse ist die Verneinung des Guten. Krieg ist Abwesenheit von Frieden, aber Frieden ist nicht bloß Abwesenheit von Krieg. Lüge ist Abwesenheit von Wahrheit, aber Wahrheit ist mehr als Abwesenheit von Lüge, Wahrheit existiert aus sich selbst heraus und braucht keine Lüge. Wahrheit ist Wahrheit. Wir sagen: “Es gibt nur eine Wahrheit aber unendlich viele Lügen. Es gibt nur eine Gesundheit aber unendlich viele Krankheiten. Hass ist die Abwesenheit von Liebe, aber Liebe ist nicht einfach die Abwesenheit von Hass. Liebe ist aus sich selbst heraus eine Realität, aber das Böse ist nur die Verneinung davon.

Wie wir dies verstehen sagt nicht weniger aus, als wie wir das Absolute verstehen.

Wenn das Absolute nur eine abstrakte Einheit ist, dann gibt es keinen göttlichen Willen, kein göttliches Bewusstsein, sondern nur mechanische Gesetze. Und wenn alles nur Gesetzmäßigkeit ist, dann bedeutet das, was immer Dir zustößt, das hast Du Dir selbst in Dein Leben gerufen. Das Resonanzgesetz besteht, ja, aber es wirkt zusammen mit anderen Gesetzen. Was ist mit dem Gesetz des freien Willens, welches das höchste Gesetz ist? Das ist Illuminaten-Theosophie – die sagen, was immer den Menschen zustößt, haben sie sich selbst ins Leben gerufen. Also wenn wir hier einen Krieg anfangen, oder dort ein World Trade Center sprengen, oder eine Krankheit absetzen, dann erwischt es ja nur diejenigen, deren Karma es ist, dass sie erwischt werden, denn wäre es nicht ihr Karma, würden sie nicht erwischt werden, aber die Tatsache, dass sie erwischt werden, bedeutet, dass es ist ihr Karma. Das ist “hohe” Stufe von Erleuchtung. Wir lachen drüber, aber so wird gedacht, und die gehen bis ins Extrem und sagen, wir können 90% der Weltbevölkerung umbringen und sind frei von Karma, weil es ja nur die erwischt, deren Karma es ist. … Gut und Böse wären eigentlich gleich, die Bewertung geschehe nur subjektiv.  Klar wäre es für die, die es erwischt schlecht, aber für die Natur wäre es gut, wenn 6 Milliarden Fresser weg wären. … “Du kannst einen Menschen töten und frei von Karma bleiben. Die wirklich erleuchteten stehen da drüber”, so denken die. Die glauben, die Realität sind nur Gesetze und die Wahrheit wäre knallhart. Und die wenigsten Leute wären bereit für die Wahrheit, weil sie so knallhart ist, weil alle Illusionen weggehen, Liebe ist eine Illusion, es gibt nur Energie, und deswegen wäre Liebe nicht das Kriterium sondern nur eine Notwendigkeit, damit diese Wahrheit, die wir als exklusiver Club erkannt haben, durchgesetzt wird. Was dem dient ist richtig und wichtig und alles andere nicht…

Und das sind Halbwahrheiten. Es ist hohes Wissen aber völlig entgleist aufgrund eines Fehlers am Anfang der Rechnung. Und die glauben das und glauben sie tun etwas Gutes. Aber Kurt Tucholski sagte es schon: “Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse, das Gegenteil von Gut ist gut gemeint.”

Wir müssen verstehen was das Absolute ist, dass das Gute in Resonanz mit ihm steht und das Böse nur die Verneinung dessen ist. Wenn wir das nicht verstehen, kommen wir zu solchen verrückten Weltbildern und politischen Vorstellungen, die heute so weit verbreitet sind.” – Armin Risi

SONNE – MOND – MENSCH

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Sun and the MoonNachts erhellt das Licht des Mondes die Erde. Es hat allerdings nur den Anschein, als käme das Licht vom Mond.

Wenn das Licht, das die Fähigkeit hat, die Dinge sichtbar zu machen,  zwischen Erde und Mond sich umschauen würde, könnte es sagen, ich komme vom Mond. Ich muss der Mond sein, der Mond ist mein Ursprung. Ich, der Mond, erleuchte die Welt. Wenn der Mond zerstört wird, höre ich auf zu existieren.

In Wahrheit ist der Mond aber nur ein Spiegel, der das Licht der Sonne reflektiert. Das Licht sieht seinen wahren Ursprung, die Sonne, nicht, wohl aber den Spiegel, den Mond, und die Objekte auf der Welt, die es erhellt.

Genauso ist es mit dem menschlichen Bewusstsein. Es ist gespiegeltes oder reflektiertes Bewusstsein, wie gespiegeltes, reflektiertes Licht.

Der Spiegel ist nicht wie beim Mond aus Stein, sondern es ist unser Geist, es sind die Instrumente unserer Psyche, umgeben von Energie, Fleisch und Blut. Der Punkt bis zu dem wir unser Bewusstsein zurückverfolgen können ist unser Geist. Wir lokalisieren ihn innerhalb unseres Körpers. Daraus schließen wir, wir sind der Geist, oder gar, wir sind der Körper. Wir glauben wir sind was wir denken, fühlen und darstellen.

Das ist ein dramatischer Trugschluss. Das Gestein des Mondes ist  lediglich ein Vehikel für das Licht, die Welt nachts auch auf seiner dem Licht abgewandten Seite zu erhellen, nicht mehr und nicht weniger. Wenn der Mond aufhörte zu existieren, würde die Erde nachts zwar dunkel bleiben, aber das Sonnenlicht wäre immer noch existent und würde sich nach wie vor in den unzähligen jeweils manifesten Objekten der Welt spiegeln.

Unsere grob- und feinstofflichen Körper (Körper und Geist) sind ebenfalls Vehikel für ein und dasselbe Bewusstsein, die Welt wahrnehmen zu können und in ihr agieren zu können. Wenn ein Körper aufhört zu existieren, erfahren wir die Welt zwar nicht mehr durch dessen körpereigenen Sinnesorgane, aber wir hören nicht auf zu existieren. Wir existieren weiterhin als unendliches, ewiges Bewusstsein, gespiegelt in jedem Wesen der Welt.

Wir sind wie das Licht von der Existenz des Mondes als Bewusstsein von der Existenz einer individuellen Person, von der Zeit, von Leben und Tod unabhängig. Unser Bewusstsein bedient sich zahlloser menschlicher, tierischer und pflanzlicher Körper, um am Spiel des Lebens teilhaben zu können. Deshalb kann man sagen, alle Wesen, ob Pflanzen, Tiere oder Menschen, sind Geschwister.

Wenn wir es lernen, unsere menschliche Identität als das zu sehen was sie ist, nämlich  eine sekundäre, temporäre Identität, dann sind wir als Menschen der Selbstverwirklichung schon recht nah und dem Verständnis darüber, dass wir tatsächlich alle Eins sind, dass, wenn wir jemand anderes verletzen, wir uns nur selbst verletzen, dass was wir in anderen sehen, wir selbst sind.

Lächeln wir uns doch öfter mal selbst zu, im Spiegel unserer Person oder auf der Straße den anderen. Kümmern  wir um uns und das Geschenk der Welt und des Lebens. Es ist tatsächlich unsere Welt, und als Menschen haben wir die Wahlfreiheit und die Verantwortung, welche Impulse wir in sie hineingeben wollen.

Alles in der Welt, jedes noch so kleine Ding besteht aus Materie, die nach einem bestimmten Bauplan zusammengesetzt ist und eine bestimmte Funktion im Gefüge aller Objekte der Welt ausfüllt. Man kann also sagen, jedes Ding im Universum ist aus Wissen plus Materie gemacht. Wissen ist untrennbar von Bewusstsein. Ohne Bewusstsein kann es kein Wissen geben. Deshalb kann man schlussfolgern, dass der Ursprung all dessen, was wir im Universum wahrnehmen können und auch alles andere, reines Bewusstsein ist, das wie ein Samenkorn, alle erdenklichen Baupläne des Lebens in sich trägt. Diese Baupläne können sich manifestieren und wieder auflösen. So wie es alle Dinge in der Welt tun. Sie werden geschaffen, existieren, und vergehen. Und auch das Wissen um die Interaktion all dieser Objekte zu dem fantastischen Schauspiel, dass wir jeden Tag neu bezeugen können, wenn die Sonne aufgeht und ein neuer Tag beginnt. Ohne Bewusstsein, würde die Welt nicht existieren. Nichts und niemand würde seine Existenz bezeugen. Existenz ist mit Bewusstsein und Wissen untrennbar verbunden. Alles was wir mit Sicherheit von uns als individuelle Wesen sagen können ist, dass wir existieren und dass wir wissen. Wir sind uns dessen bewusst.

Wenn das Bewusstsein sich der Körper bedient und ein individuelles, gespiegeltes Bewusstsein erzeugt, wird dieses Bewusstsein zum Licht, das die Welt erleuchtet. Das Licht erleuchtet die Welt, nicht der Mond. Das Bewusstsein erleuchtet die Welt, nicht der menschliche Körper.  

Die Nacht steht für Unkenntnis. Unkenntnis darüber, das das Licht/Bewusstsein und alle Formen die es in der Welt reflektieren seinen Ursprung und ihre tatsächliche Identität in eben diesem Licht/Bewusstsein haben und untrennbar mit ihm verbunden sind.