Glück

WHAT A WONDERFUL WORLD

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FullSizeRender-2Als ich heute morgen in die strahlend lachenden Augen meiner Liebsten geschaut habe, konnte ich nur reine Freude sehen, keine unterschwellige Note von Sorge, Angst oder Befürchtung, nur pures, reines Glück in einem perfekten Moment. Dann setzte mein Verstand ein.

Irgendwann kommt man bei der Suche nach sich selbst vielleicht auf die Idee, zu sagen, böse böse Welt, böse Versuchungen, böse Objekte! Ihr bringt doch nichts als Leid in Euren Versprechen, die nie gehalten werden, seid begrenzt, unzuverlässig und unbeständig. Alles viel zu unsicher da draußen, nichts ist von Dauer, beständig ist nur die Veränderung selbst. Warum also überhaupt erst Beziehungen zu diesen vergänglichen Objekten aufnehmen!? Man sollte sich in eine Höhle zurückziehen und überhaupt versuchen, jede Art von Abhängigkeit zu vermeiden. Das ist doch wohl echte Freiheit, oder?

Ich weiß, dass die Freude, die ich spüre, wenn ich in diese Augen sehe, mein eigenes, inneres Leuchten ist, das in diesem wunschlos glücklichen Moment für mich fühlbar wird. Statt mich dem Gedanken hinzugeben, wieder dem nächsten Objekt, in diesem Fall einer Liebesbeziehung auf den Leim also in die Abhängigkeit gegangen zu sein, genieße ich den Blick, diesen einzigartigen AugenBlick auf mich selbst.

Es ist so schön, seine eigene, ewig scheinende Freude in den Spiegeln der Welt leuchten zu sehen. Ich bin dankbar für die Welt mit all ihren begrenzten Objekten. Gäbe es sie nicht, würde nichts mein Licht reflektieren. Es sind diese Spiegel der Dinge und Beziehungen um mich herum, die mir helfen, mich selbst zu erfahren.

What a wonderful world.

GLÜCK IST…

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DER LICHTSCHALTER

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Buch ChinmayanandaIrgendetwas war nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Mich quälte ein Schmerz im Inneren meines Körpers. Auf der Suche nach Befreiung davon nahm ich das Buch “At every Breath a Teaching” zur Hand, blätterte und las wahllos darin herum, offen, eine Antwort auf eine spürbare Leere in mir zu finden. Ich las ein paar Anekdoten, die in zahllosen Varianten dokumentierten, wie suchende Devotees durch die Klarheit des Swamis Verständnis und Unterscheidungskraft gewannen.

Ich schlug das Buch wieder zu und betrachtete das Bild des lachenden Swami Chinmayananda auf dem Cover. Ich trat in einen inneren Dialog mit ihm. Wer führt mich eigentlich? Wo ist mein Meister? Welcher Meister kann mich leiten? Ich bin blind und ahnungslos. Ich blickte den Mann, den ich nie leibhaftig kennengelernt hatte, fragend und flehend an und spürte ein tiefes Vertrauen zu ihm. Seine Weisheit, die Fähigkeit, das Wissen um das Selbst, um Gott und die Formen Gottes in sich selbst anzuwenden, sprachen aus dem lachenden Bild von ihm.

Er fragte mich, wer fühlt den Schmerz? Wo liegt der Schmerz? Ich kannte die Antwort, in meiner Person. Und wer bin ich? Nicht die Person! Immer noch lachte mich der Swami an.

Plötzlich verstand ich, dass ich den Schmerz annehmen musste, akzeptieren musste, nicht als Teil von mir, sondern als Teil der begrenzten Erscheinung als Person. Augenblicklich war der Schmerz verflogen. Als hätte jemand das Licht eingeschaltet, und die trügerischen Schatten des Raumes waren verschwunden. Ich lächelte gerührt und dankbar zurück zu dem Meister, dessen Güte, Zuversicht und Weisheit sich selbst durch ein einfaches Foto transportiert hatten.

Es gibt weder Schmerz noch Leere noch Mangel in mir ohne auch Glück, Fülle und Überfluss. Alles ist in mir, auch wenn nicht alles gleichzeitig manifest und erfahrbar ist für meine Erscheinung als Mensch. Ich kann dankbar sein für jede Erscheinung deren Zeuge ich werde, selbst für den Schmerz oder das Gefühl des Mangels, denn sie sind es, die meine Erfahrung von Fülle und Glück erst ermöglichen.

Dank allen Meistern!